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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
Erfahrung schon seit
1987
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
ARTHROSESCHMERZ
Eine Art hrose ist die häu figste Ursache für Gelen ksschmerzen. Die Art hrose ist eine vorwiegend degen erative (= abnutzungsbedingte) Gelenkerkran kung, hauptsächlich des Gelen kknorpels, die (mit großen Schwankungen) erst mit zunehmendem Al ter auftritt.
| Beispiel einer (primären) Arthrose:
Arthrose der Fingerendgelenke, die sog. Quelle: www.de.academic.ru |
Bei der deform
ierenden (=
verunstaltenden)
Art
hrose (Arth
rosis
deformans)
bestehen
chron
ische, schmerzhafte, zuneh
mend funktionsbehindernde Gelen
kveränderungen
infolge eines Mißverhäl
tnisses von Tragfähigkeit und Belas
tbarkeit. Betroffen sind
vor allem das Hüf
t- und Kniegelenk.
Man unterscheidet bei der Arthrose
zwei For men:
Idiopathische Ar th rose oder pr imäre Ar throse. Darunter versteh t man eine Eigenerkrankung des Gelen ks in Form einer anlagebedingten Minder wertigkeit des Gelenkknorpel s ohne Vorerkrankung. Die Ursache ist nicht bekann t.
Sekundäre
/
symptomatische Arthrose nach
Vorerkran
kungen. Typische Vorer
krankungen sind z.B. die rheumatoide Arthr
itis
(= Gelenkentzün
dung), kongen
itale Luxationen
(= angeborene Gel
enkausrenkungen), Frakturen (=
Brüche) gelen
knaher Kn ochen
(posttraumatische Arthrose), idiopathische (= ohne erkennbare U
rsache entstandene) Ne
krosen
(= örtlicher Gewebstod) des Gelen
kkopfes, Überlastungen (Kniegelenke beim Fl
iesenleger),
aber auch permanente Fehlbelas
tungen z.B. bei Feh
lstell
ung der Be i
n
e
(X
- oder O
-
Beine)
oder voraus
gegangene
Gelen
ksentzündungen (Arthri
tis).
Zur Prävention (=
Vor
beugung)
eines
Arthroseschmerz es
soll
ten deshalb bei Fehl
belastungen präar
throtische
(= einem
Arth
roseschmerz vorausgehenden,
einen Arthroseschmerz begüns
tigenden)
Defor
mitäten (=
Fehlbildungen)
beseitig
t werden.
Eine Arth rose der Unkovertebralge len ke (= "Halbgelenke" an der Halswirbelsäule zwischen einem Vorsprung der Deck platte und der Abschlußplatte benachbar ter Wirbelkörper), die sog. Unkovertebralar throse, kann zu Sch merzen in der Halswirbelsäule bzw. zu einem Zer vikal-Syndrom führen.
Eine Arthrose der kleinen Wirbelgelenke hpts. im Len denbereich kann zu Rücken schmerzen führen. Man spricht dann von einem sog. Face ttensyndrom.
In den letzten Jahren hat die operative Beh andlung der Arth rose große Bedeu tung erlangt. Folgende Me thoden stehen zur Verfügung:
Synovek tomie: Die operative En tfernung der Innenhaut der Gelen kkapsel, wenn diese sich immer w ieder entzündet und zu sog. Gelen ksergüssen führt.
Umstellungsosteotomie: Die operative Beseit igung von Fehlstellungen zur Wiederherstellung physiologischer (= natü rlicher) Achsenverhält nisse am arthrot isch vorgeschädigten Gelen k.
Gelenkersa tz durch Endoprothesen aus Ku nststoff oder Metall.
Die Behandlung mit Hyal uronsäure hat sich als wirksame Thera pie bei einem Arthroseschmerz etablier t. Speziel l für die Behandlung der kleinen Syno vialgelenke (= echtes Gelen k , also mit Gele nkspalt, Gelenkkapsel und Gelenksch miere) gibt es eine Min i-Fertigspritze (1 ml Natriumhyal uronat).
Nicht wenige Patient en mit einem Arthroseschmerz kommen zum Sch merztherapeut, weil sie eine Operat ion vermeiden bzw. zeitlich hi nauszögern wollen oder eine Operation aus anderen gesund heitlichen Gründen ris ikobehaftet ist. Die moderne Schmerztherapie verfüg t gerade bei einem Arthroseschmerz über hilf reiche Behandlungsmöglichkeiten, die z.T. zu erstaun lichen Resultaten fü hren.
Medikamentöse Behandlung
bei Arthroseschmerzen:
Aku
t und subakut kön
nen bei einem Arthroseschmerz
zunächs
t (vor
wiegend)
peripher wirkende Anal
getika
(=
Sch
merzmittel, die am Ort der
Sch
merzentstehung wirken)
eingesetzt werden, ins
besondere sog. nicht steroidal
e
Antirheu
matika
(=
Rheu
ma
mittel),
aus dieser Gruppe möglichst lang wir
kende und
magen
schonende
wie z.B.
Melox
icam.
Besonders magenschonen
d und auch
entzündungshem
mend sind
die sog. COX-
2 In
hibitoren,
z.B. Pareco
xib
oder Etoricoxib, allerd
ings scheint diese Stoffgruppe mit einem Her
z-/Kreislauf-Risiko verbunden zu sein, zu
mindest bei längerer Therap
iedauer. Es bleibt abzuwarten, ob diese Mittel nicht auch noch vom Markt
genommen werden, wie schon andere Schmerzmittel dieser Stoffg
ruppe zuvor.
Bei zusätzlich besteh
enden, schmerzha
ften Muskelverspannungen kö
nnen darüber hinaus auch
Mus
kelrelaxanzien
(= Mittel zur Entspan
nung von
Muskeln)
(z.B.
Orphenad
rin, Tolperison)
verordne
t werden.
Manchmal sind aber d
ie
Schmerz
zustände nur mit zen
tral wirkenden
Analgetika ((z.B. Tra
madol,
Tilidin, O
xycodon (Tili
din
oder Oxycodon auch mit Na
loxon) oder Morphin)) (= im Gehirn
bzw.
Rückenmar
k wirkende
Schmerzmittel)
beherrsch
bar.
Grundsätzl
ich sollte aber auch bei diesem
Schmerz eine längerfrist
ige Schmerzmittelverordnung wegen
der Gefah
r der Gewöhnung oder gar Abhängig
keit vermieden werden. Die
Kombinat
ion mit
schmerzdistanzierenden An
tidepressiva
(= Mittel gegen Depression, aber
auch bei ch
ronischen
Schmer
en hilfreich) (z.B.
Doxepi
n,
Maprotilin) oder
Neurolept
ika
(= „Nervendämp
fungsmittel“)
hilft in vielen Fäl
len
Schmerzmittel einzusparen.
Therapeutische
Lokalanäs
thesie
(=
Behandlung mit einem ör
tlichen
Betäubungsmittel)
beim Arthroseschmerz:
Bei einem anhal
tenden Arthroseschmerz sollten rech
tzeitig alternative Methoden eingesetzt
wer
den. Eine sehr wirksame Al
ternative, ohne jedes Gewöhnungs- oder
Suchtpotential, ist die t
herapeutische Lokalanästhesie mit einem lan
g wirkenden
örtlichen Betäu
bungsmittel (z.B.
Bupivacain) in For
m von örtlichen
Betäubungen und Nerven
blockaden. Dabei werden d
ie schmerzhaften Gelen
ke
wiederholt (sta
tionär bei uns zwei mal täglich, auch an Woch
enenden) großzügig per
ikapsulär (= um die Gelenk
kapsel herum)
infiltriert.
Schmerzhaf
te Gelenke können auch mit "Zee
l" umspritzt werden, was
manchen Patien
ten mit "homöopathischer" Grun
deinstellung sehr en
tgegen kommt.
Als nächst höhere Therapiestu
fe kommen wiederholte Nerven- bzw.
Lei
tungsblockaden in Frage, in har
tnäckigen Fällen auch kontinuierlich mit
Kat
heter*.
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Ner ven und Nervengef lechte: |
zugehör ige Gelenke: |
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Plexus brachial is: |
Ellen bogen, Hand- und Fi ngergelenke, |
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mit der sogenannten retrograd hohen Var iante kann |
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auch das Schultergelenk erreich t werden |
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Plexus lumbalis (mittels |
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N. femoralis-Katheter): |
Hüf tgelenk |
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N. femoralis: |
Kn iegelenk |
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N. ischiadicus: |
Fu ßgelenke |
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Grundsätzlich wird das Lokal anästhetikum (= örtliche Bet äubungsmittel) jeweils so verdünn t verabreicht, daß nur die Sensibil ität (= u.a. Schmerzempfindung) betroffen ist, die Motori k (= Muskelfunktion) aber erhal ten bleibt und damit begleitend in tensive, gelenkfunktionserhal tende sowie funktionsfördernde kran kengymnastische Übungsbehandlungen möglich sind, bzw. bei einem stär keren Arthroseschmerz durch Hemmung der Nozizep tion (= Schmerzreizleitung) erst möglich werden. Diese Nerven blockade n haben darüber hinaus einen sehr günstigen Nebeneffek t:
Durch die gleichzeit ige Blockade vegetat iver Nervenfaseranteile kommt es im korrespond ierenden Gewebebereich zu ei ner sehr deutlichen Mehrdurc hblutung, die jedem degenerat iven Prozeß nachhaltig entgegenwirk t. In diesem Sinne ist diese Behandlung bei ei nem Arthroseschmerz nicht nur symptomat isch (= nicht nur auf die Sch merzen gerichtet), sondern auch kurat iv (= heilend).
Die deutsche
Arthrose-Hilfe e.V. dazu:
" Was tun gegen Arthrose in der Hüf
te?
Schmerzen in der Hüf
te können in vielen Fällen auf eine Durchblutungs
störung
hinweisen, die sogar zu einem Zus
ammenbrechen des Hüftkopfs führ
en kann. Oft
entwickelt sich dann eine bes
onders schwere Art hrose des Hüf
tgelenks."
* Bei der sog. kon tinuierlichen Blockade mit Katheter wird ein dün ner Kunststoffschlauch vor übergehend (z.B. 10 -14 Tage lang) dicht an Ner vengeflechte bzw. den betroffenen Nerven eingepflanz t. Die Einpf lanzung erfolg t durch eine handelsübl iche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werd en. In der Folge wird über diesen Kat heter mehrmals täg l ich, jeweils nach Abk lingen der vorangegangenen Dos is, das örtl iche Bet äubungsmittel völlig schmerz los nachgespritzt. In bestimm ten Fällen kann zur Verabreichung des ört ichen Betäubungsmittels durch den Kat heter h indurch auch eine k leine Pum pe angesch lossen werden.
Phy
sikalische Schmerz
herapie
bei ein
em Arthroseschmerz:
Auch eine Elek
t
rostimulation kann bei einem Arthroseschmerz e
ine Besch
werdelinderung
herbei
führen. Die trans
kutane Nervens
timulation mit
Nieder
frequenzgenerator (TENS) hat den Vorteil, daß sich d
ie Patienten
bei Bedar
f selbst behandeln können. Die Elektrod
en werden paarig über dem
bet
roffenen Gelen k aufgeklebt. Durch Verän
derung der Stimulationsfrequen
z und
der Elekt
rodengröße kann die Wirkung opt
imiert werden.
Eine weitere
physikal
Andere Maßnahmen zur
Beha
ndlung von Arthroseschmerz
en:
Der Vollständigkeit halber darf die Akupun
ktur
nicht unerwähn
t bleiben.
Hy
pnoide
(= bewußtseinsveränder
nde)
Verfahren wie autogenes Train
ing oder
progressive Relaxation nach Jakobso
n sind im Rahmen einer psycholog
ischen
Mitbetreuung eine sinn
volle Ergänzung der Gesam
tstrategie. Auch ist ein Schmerzbewäl
tigungstraining sinnvoll.
Wenn ein Arthroseschmerz län gerfristig besteht, ist davon auszugehe n, daß bereits ein Chron ifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadien einteilung) vorliegt. In diesen Fäll en ist eine rein so matische (= körperliche) Behand lung kaum mehr ausreichen d, sondern es müssen zusätzlich psycholog isch /psychotherapeutische Interven tionen erfolgen.
Kommt man um eine Operat
ion
(künstlicher Gelen
kersatz) nicht herum, weil z.B. durch
blutungsfördernde
Maßnahmen nich
t, oder zu spät eingeleitet wurden, so bie
ten die Methoden der
modernen
Schmerz
therapie
optimale Vorausset
zungen für eine nachfolgende
Ansch
lußheilbehandlung (AH
B)
bzw.
Ansch
lußrehabilitation.
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Für Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist beihilfefähig. Teilweise übernehmen
auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die
Kosten für eine stationäre Schmerztherapie.
Die Kostenübernahme muß aber zuvor (gilt auch für private
Kassen oder Beihilfe) beantragt werden.
Wenn Sie Fragen haben oder ein anderes spezielles Schmerzthema suchen, schicken Sie uns einfach ein kurzes Mail: schmerz@schmerz.com. Wir informieren Sie prompt. Wir haben über 700 Themen im Internet, diese können wir hier aber nicht alle auflisten.
Infos (z.B.
Prospekt) können Sie zu jeder Tages- oder Nachtzeit anfordern, auch am
Wochenende!
Tel.: +49 (0) 7931 - 545-0
* Fax: +49 (0)
7931 - 545-131
Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
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Impressum Aktualisiert:>11.10.2009</>